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  • Kollektiv Kollinski

Im Frühling ein Jahr.

War das nicht gerade, dass wir die vorerst letzte Vorstellung von 77 CENT - Karriere kein Kinderspiel gespielt haben oder ist das nun doch schon ein Jahr her? Wir haben das Gefühl für die zeit verloren. 20, das wird aus dem Gedächtnis gelöscht oder prägt sich in nämliches ein, nämlich als CORONA-JAHR.


Dabei fing es für uns gerade an zu laufen. Mitten in der Tour unseres Genderstückes, im Auftrag, den Frauen der Schöpfung und ihren Lebensabschnittspartner*innen die Sache mit dem Gender Gay Pep, ähm Gender Jay Pep, nein Gender Roy Black, wurscht, GPG, nahezubringen, mussten wir auch schon wieder aufhören - zu spielen nämlich. Warum wissen wir alle und falls wir es vergessen haben: Wir hätten noch eine unserer Vorstellungen spielen dürfen, aber die Kultur schloss aus großer Vorsicht und Solidarität früher ihre Pforten. Dass wir heute "nur" ein Jahr später die versäumten Vorstellungen noch immer nicht wiederholen konnten, liegt auch am Virus und all seinen Nebenwirkungen. Und wir hoffen natürlich, es wird kein Corona-Jahrzehnt oder Corona-Jahrhundert. Wir hoffen, die Gesellschaft mutiert nicht zu einer, die sich nicht mehr berührt oder einer, die nichts mehr berührt - da waren wir ja vorher schon? Die Krise hat das nur verschärft?

Müde sind wir alle und fragen uns, wer denn das kollektive Wir nun ist - gespalten durch Maßnahmen, Vorsichten, abgestraft, ungerecht, zugeschnürt.

Und dass uns ja nicht nachgesagt wird, wir nähmen das alles nicht ernst... Stimmt nicht, wir haben aus Berufsgründen Empathie mit allen, die leiden. Nun leiden wir selbst und wissen nicht, wie planen, was wir wann wie unter welchen Voraussetzungen sollen, dürfen, können. Und denken, warum nicht selbst bestimmen? Sicherheitskonzepte haben Kunst und Kultur bereits im Corona-Sommer erprobt, sie sind sicher, nahezu infektionslos.

Und an dieser Stelle sind wir es auch müde, uns mit anderen Branchen zu vergleichen, wir sind es müde zu streamen, müde Streams zu sehen und scharren in den Startlöchern: Mit vielen Programmen, die gesehen und gespielt werden wollen.


Also schreien wir einfach in den Äther hinaus: Lasst uns unsere Arbeit machen, wir sind produktiv, prozessorientiert und wenn man uns ließe, würden wir unseren Beitrag zur Krisenbewältigung leisten - mit gebührender Berührung.






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